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Aufgrund der unten aufgeführten Vorgaben werden verschiedene mögliche Aufbauvarianten aufgezeigt.



Grundsätzlich gilt:

Die Tragschichten sollten immer sickerfähig gewählt und gebaut werden.

Unter Natursteinpflästerungen und Plattenbelägen entsteht Kondenswasser im Unterbau durch die Temperaturspannungen an der Oberfläche. Hat die Natursteinpflästerung oder der Plattenbelag einen Zementmörtelverguss, wird verhindert, dass die Feuchtigkeit sich nach oben entspannen kann. Sobald die Oberfläche erwärmt wird, kann die Feuchtigkeit nicht so schnell diffusieren und es entsteht ein Dampfdiffusionsdruck. Ist die Natursteinpflästerung oder der Plattenbelag in Mörtel oder Beton verlegt, wird die Situation noch verschlimmert.

Es ist unmöglich, dass der Pflasterer beim verlegen der Steine den Mörtel oder Beton der als Bettungsmaterial verwendet wird verdichten kann, so dass das Bettungsmaterial keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann.


Unverdichteter Mörtel oder Beton ist sehr saugfähig und nimmt viel Wasser auf.

Entsteht jetzt Dampfdiffusion, wird mit dem Wasser Kalk transportiert.

Diese Kalkausscheidungen vermindern die Haftung zwischen dem Naturstein und dem Bettungsmaterial.

Es ist von grosser Bedeutung, in qualitativer Hinsicht, dass Natursteinpflästerungen und Plattenbeläge in nicht saugfähige Bettungsmaterialien verlegt werden.

Bei geringer Belastung nimmt man mit Vorteil einen Splitt 3-6 mm oder Rundkorn 4-8 mm.

Wichtig dabei ist, dass es kein Kalksplitt sondern ein Edelsplitt ist und das Korn nicht kleiner als 3 mm ist.


Tragschicht mit hoher Belastung
Bei Strassen, Vorplätzen, Bushaltestellen usw. mit hoher Belastung verwenden wir einen Sickerbeton 16-32 mm Korn mit 200 Kg Zement (CEM I 42.5) pro m3 als Tragschicht. Die Stärke der Tragschicht ergibt sich aus der Bauklasse. Der Sickerbeton kann maschinell mittels Einbaufertiger oder von Hand eingebaut werden.
Die Ebenheit der Tragschicht sollte parallel zum fertig verlegten Natursteinbelag eingebaut werden. Die Tragschicht muss mit einer Rüttelplatte oder einer Walze abgerüttelt werden.


Bettungsmaterial bei hoher Belastung
Bei Flächen mit hoher Belastung verlegen wir unsere Natursteinbeläge in Splittbeton 3-6 mm mit 200 Kg Zement (CEM I 42.5) pro m3. Die Pflästerung muss, wenn sie in diese Bettungsmaterialien verlegt wird, fachgerecht, hammerfest, höhen- und fluchtgerecht verlegt werden. Ein nacharbeiten der Pflastersteine wie nachstossen mittels einer Rüttelplatte oder von Hand ist unzulässig. Die Pflastersteine können sich vom Bettungsmaterial lösen und können nicht mehr verfestigt werden.


Bettungsmaterial bei geringer Belastung
Bei geringerer Belastung verlegen wir unsere Natursteinpflästerungen in losen Splitt z.B. 3-6 mm oder 4-8 mm. Wichtig dabei ist, dass es kein Kalksplitt sondern ein Edelsplitt verwendet wird.


Ergänzung
Bei diesen Tragschichten und Bettungsmaterialien bildet sich keine Feuchtigkeit infolge Kapillarwirkung und somit ist die Dampfdiffusion auf ein Minimum beschränkt und kann sich in den Hohlräumen der Tragschicht und des Bettungsmateriales abbauen.

Sollte sich im Winter durch das Kondenswasser Eis bilden, kann sich dieses ebenfalls in den Hohlräumen der Tragschicht und des Bettungsmaterialen ausdehnen.



Aufbauvarianten für Pflästerungen mit Trasskalk stabilisierten Brechsandfugen

Steingrösse Guber Schroppen grossformat
Fugen Trasskalkbrechsandgemisch
Splittbett 3/6 mm 3-5 cm
Sickerbeton 16/32 mm P 250 15 cm
Kiesfundationsschicht 10 cm

 

A Eine Kiesfundationsschicht ist immer wasserdurchlässig.
B Durch die Wahl des Kornes von 8 bis 16 mm beim Sickerbeton ergibt sich eine natürliche Porenbildung, wodurch das eindringende Wasser versickern kann.
C Durch die Wahl des Kornes von 3 bis 6 mm beim Splitt ergibt sich eine natürliche Porenbildung, wodurch das eindringende Wasser versickern kann.
D Für die erste Fugenverfüllung verwendet man von Vorteil Splitt. Gebrochene Materialien verkeilen und verfestigen sich besser und schneller.

Für die oberste Schicht muss ein ungewaschener, bindiger Feinsand oder Brechsand verwendet werden, damit sich die Sandfugen optimal verfestigen können. Um eine Anfangsfestigkeit der Sandfuge zu erreichen, wird von Vorteil dem Brechsand, Trasskalk dazugegeben.

Trasskalk-Brechsandfugen müssen mit Wasser eingeschwemmt werden.

Das ist für die Stabilität der Pflästerung sehr wichtig.

Die Trasskalk-Brechsandfuge ist keine Zementfuge, dass heisst, bei der Trasskalk Brechsandfuge kann Wasser versickern sofern ein sickerfähiger Unterbau gewählt und gebaut wird.

Wird der Unterbau nicht sickerfähig gebaut, kann durch das versickernde Wasser ein Wasserstau entstehen. Das gestaute Wasser ist sehr schlecht für die Stabilität der Pflästerung.

Pflästerungen mit Trasskalk-Brechsandfugen müssen schonend gereinigt werden und können nicht mit Wasser abgespült werden.